Energie-Unabhängigkeit bis 2035
Österreich ist trotz des traditionell beachtlichen Anteils an Strom aus erneuerbaren Quellen nach wie vor stark von fossilen Energieträgern abhängig. Etwa 59 % des gesamten Energiebedarfs (Endenergieverbrauch) stammten im Jahr 2025 noch aus Öl, Gas und Kohle. Bei diesen fossilen Energieträgern sind wir großteils auf Importe angewiesen und so großen Preis- und Versorgungsrisiken ausgesetzt. Mit der Erhöhung des Selbstversorgungsgrades durch den raschen Ausbau von erneuerbaren Energien (Wind, Wasser, Sonne) können wir uns vor Preissteigerungen und Versorgungsrisiken schützen.
Die Initiative "Energieautarke Gemeinde 2035" hat es sich zur Aufgabe gemacht möglichst viele Privathaushalte, Unternehmen und Gemeinden bis zum Jahr 2035 in die Energieunabhängigkeit und somit in die Versorgungs- und Preissicherheit zu begleiten. Wir arbeiten dabei nach dem Bottom-up-Prinzip und forcieren in den ersten Projektphasen besonders den Auf- und Ausbau dezentraler Stromerzeugungsanlagen (PV- und Windkraftanlagen, betrieben von Privathaushalten oder Unternehmen).
Während der Projektlaufzeit werden unterschiedliche Maßnahmen
- für Privathaushalte (Phase I)
- für Gewerbe- und Industriebetriebe (Phasen I+II)
- für Städte und Gemeinden (Phasen II+III)
umgesetzt.
Phase I
In der ersten Projektphase liegt der Fokus auf der Ausstattung von Privathaushalten mit speicher- und vernetzungsfähigen PV-Anlagen um den privaten Eigenversorgungsgrad zu erhöhen und möglichst viele dezentrale, unabhängige Stromproduzenten zu etablieren. Dadurch sollen die individuellen Energiekosten gesenkt, Schutz vor zukünftigen Strompreis-Steigerungen aufgebaut, die Versorgungssicherheit im Falle eines Blackouts sichergestellt und die öffentlichen Stromnetze entlastet werden.
Phase II
In der zweiten Projektphase liegt der Schwerpunkt auf Gewerbebetrieben. Gewerbebetriebe mit hohem Strombedarf sollen zu kaufmännisch sinnvollen Kosten einen hohen Selbstversorgungsgrad mit elektrischem Strom erreichen können. Stabil niedrige Stromkosten sollen die Wettbewerbsfähigkeit Österreichischer Unternehmen am internationalen Markt erhöhen.
Phase III
Als dritten Schritt zur flächendeckenden Energie-Autononomie steht die intelligente Vernetzung der dezentralen Energieproduzenten auf Gemeindeebene.
Zur Umsetzung der gesteckten Ziele unterstützt die Initiative sämtliche Beteiligten mit Beratungen, regelmäßigen Info-Veranstaltungen sowie laufend gezielten, herstellergestützten Beschaffungsaktionen von PV- und Speicherkomponenten.